Michael Dietrich


ECKKULTURmusik
Samstag 15:15 Uhr

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Die Schublade Singer-Songwriter wird schnell zu eng, versucht man Michael Dietrich dort hinein zu packen. Sicherlich bilden seine Stimme und sein Gitarrenspiel das Grundgerüst seiner Songs und man findet auch ruhige Stücke auf seinen Alben – getreu dem Motto „ein guter Song funktioniert auch auf einer Akustikgitarre“. Doch darüber hinaus hört man zweifelsohne seine Vorliebe für die „großen“ Rockbands wie Led Zepplin oder Deep Purple sowie seine im Metal verankerten wurzeln durch Bands wie Ayreon, Amorphis und Blind Guardian. Neben seiner charismatischen Stimme werden die Songs durch die vielschichtige Gitarrenarbeit geprägt: zum einen beeinflusst von Künstlern wie Richie Blackmore, Yngwie Malmsteen und Richie Samobra, zum anderen bedingt durch seine klassische Ausbildung.

Durch seine große stilistische Bandbreite ist Michael ein gefragter Studio- und Livemusiker: mit den Musicals „Auf den Flügeln der Macht“ und „Fate & Failure“ spielte er vor ausverkauften Hallen im Süden Deutschlands. Auch als Sänger und Gitarrist der Rockband „Dead Man’s Boogie“ ist er unterwegs und schaffte es ins renommierte „Classic Rock“ Magazin. Michael Dietrichs aktuelle Solo-CD Across Open Seas hat auch in der deutschen Musikpresse (u.a. Metal Hammer, Rock Hard und Deaf Forever) großen Anklang gefunden. Was bleibt, ist ein spannender Künstler mit Ecken und Kanten fernab der „Neuen Deutschen Weinerlichkeit“.

Across Open Seas

Eine Überfahrt in die Neue Welt. An Bord des Schiffes unterschiedlichste Charaktere: Wagemut, Kühnheit, Hoffnung aber auch Ungewissheit, Furcht und Zorn. Alle haben sie eine Geschichte zu erzählen und  unweigerlich wird der Hörer zum blinden Passagier auf diesem Schiff. Gebannt lauscht man den Erzählungen während man sich zu fernen Landen aufmacht. Unter seinen Füßen spürt man die Schiffsplanken, wird zum Spielball der tosenden Wellen und wandert an fremden Ufern durch den heißen Sand um am Ende wieder wohl behalten in die Heimat zurückzukehren.

Das Album Across Open Seas transportiert das Fernweh der ersten Platte von der Straße auf die Hohe See. Auch musikalisch zieht sich ein „blauer“ Faden durch die Stücke: die „zehn erstklassigen Songs“ (Mathias Mineur, Metal Hammer) sind piratenmetallisch und rockig, mittelalterlagerfeurig romantisch, sphärisch episch, spelunkengrungig und versprühen eine Brise karibischer Frühling. „ Across Open Seas wirkt stellenweise sehr verträumt, sehr lyrisch, sehr introvertiert – aber keineswegs affektiert oder kitschig.“ (Götz Kühnemund, Deaf Forever) Ruhige Gitarrenstücke wechseln sich mit progressiv-ausufernden Rocksongs ab und bilden ein stimmiges Gesamtbild.